über die Webseite

Viele werden es kennen, man möchte eine Idee umsetzen, man fängt an und stößt auf die ersten kleineren Probleme und dann die größeren und fragt sich wie andere dies gelöst haben. Eine Internet-Recherche beginnt und die ersten Lösungen passen nicht so ganz auf das eigene Problem. Die Lösung wird etwas angepasst und schon geht es weiter und das Projekt wird nach vielen Iterationen erfolgreich beendet.

Einige Projekte oder gar Jahre später steht man erneut vor dem gleichen Problem und denkt sich: „Das hattest du doch damals schon einmal gelöst!“ und so beginnt die Suche erneut.

Diese Webseite ist aus der Idee entstanden, das Wissen welches man während der Recherche im Internet für sein Hobby sammelt auf zu schreiben und so anderen und sich selbst wieder zur Verfügung zu stellen.

Die Themen auf dieser Webseite spiegeln die Intressen des Autors wieder, der Blog ist ebenfalls Hobby und ist nicht dazu gedacht sich eine goldene Nase zu verdienen.

über den Autor

Bereits Ende der 1980er, Anfang der 1990er Jahre im Alter von ca. 10 Jahren wurde ich vom Elektronikvirus erfasst. In Form eines Atari 2600 meines Vaters und dem Spiel Pong. Es folgten C16 mit Datasette und C64 mit 5,25″ Diskette.

Für den C16 habe ich noch einige Listings aus Zeitschriften abgetippt, quasi meine ersten Programmier-Erlebnisse. Die Versuche die Listings etwas anzupassen, um die Level umzugestalten, endeten meist in Wall-Hacks.

Mitte der 1990er Jahre bekam ich meinen ersten eigenen Amiga 600, klar wurde hier viel gezockt aber es war auch die Zeit in der ich mir selbst die Programmier-

sprache BASIC in Form von AmiagBASIC beigebracht habe. Auch hier wurden zunächst noch Listings aus Büchern abgetippt ich fing dann aber auch recht schnell an selbst kleinere Programme zu schreiben.

Ausbildung

Nach dem Realschulabschluss und kurz nach dem Beginn meiner Ausbildung zum Energieelektroniker Anlagentechnik, bekam ich 1997 meinen ersten eigenen PC mit Pentium II und Windows 95. Naja mit einem nackigen Betriebssystem und ohne Internet konnte man damals noch nicht viel machen. Also mal schauen was diese „Format C:“ so macht.

Na großartigkaputt gemacht! Zum Glück gab es damals noch Handbücher und ich begann mittels Bootdiskette und der Windows CD das Betriebssystem neu zu installieren. Was auch eine recht gute Übung war, hatte man Windows damals gefühlt einmal im Monat neu installiert.

Die nächsten Jahre rückte das Programmieren in den Hintergrund und aufgrund meiner Ausbildung rückte die Elektronik und Elektrik in den Vordergrund. In der Ausbildung lernte ich neben der Elektrik auch alles zu elektronischen Schaltungen sowohl analog als auch digital. Ein weiterer Schwerpunkt der Ausbildung war SPS-Technik mit der Simatic S5, PG685 und STEP-5 Programmierung.

Nach erfolgreichen Abschluss meinen Ausbildung Anfang der 2000er Jahre und währende der auf 1 Jahr befristeten Übernahme, kam die Leidenschaft zur Programmierung zurück und ich begann mit Visual Basic 6 und Visual C++ zu programmieren. Nach einiger Zeit des experimentieren entstand ein Tetris-Klon.

Der erste Job & Abendschule

Ende 2001 wechselte ich in die Entwicklungsabteilung für elektronische Geräte eines familiengeführten Unternehmens. Dort testete ich zunächst die Prototypen von neuen Geräten. Parallel dazu begann ich eine Ausbildung zum „Staatlich geprüften Techniker, Fachrichtung Informatik mit dem Schwerpunkt technische Informatik“ auf einer Abendschule.

Während meiner Arbeit lernte ich also weiter alles Mögliche in der Elektronik, lernte den Umgang mit der Software Eagle und zeichnete später meine eigenen kleinen Schaltungen. In der Abendschule ging es dann zunächst um Computer, deren Funktionsweisen, den interne Aufbau von Prozessoren um IT-Netzwerke und Betriebssysteme. Hier kam ich dann auch das erste Mal mit Linux in Form von SuSE Linux in Kontakt und ich lernte die Programmiersprache Java kennen. Später kam dann die Hardwarenahe Programmierung mit Assembler von C51-Prozessoren dazu, welche wir auch in der Firma einsetzten. Nebenbei brachte ich mir die Programmierung von AVR-Prozessoren mit der Sprache C selbst bei.

Mein damaliger Abteilungsleiter hatte damals bereits begonnen ein eigenes Netzwerk in der Abteilung aufzubauen, weil er dem Treiben in anderen Bereichen der Firma nicht traute. Ich führte dies dann noch während meiner Techniker-Ausbildung weiter.

Mitte 2005 hatte ich dann die Technikerschule mit „Herausragenden Leistungen“ abgeschlossen. Die Abschlussarbeit, welche ich mit einem Mitschüler geschrieben habe, handelte von einem Motoren-Prüfstand der seine Messwerte über normales Netzwerk und TCP/IP an die Leitstelle übermittelte und in einem Webbrowser mittels Java-Applet visualisierte also das, was heute im Smarthome üblich ist.

Das erste große Projekt

Dieses Thema meiner Abschlussarbeit griff ich in meinem Job wieder auf und machte die Nadelbett-Adapter in der Qualitätssicherung autark. Die Nadelbett-Adapter waren damals noch an den Parellelport oder seriell mit einem PC verbunden, dieser speicherte die Daten in unzähligen Logdateien. Für jeden Nadelbett-Adapter wurde ein eigener PC benötigt.

Ich begann zunächst eine eigene Schaltung mit ATMega2560, Netzwerkschnittstelle, Display, USB-Host, PS/2-Schnittstelle und GPIO-Expandern zur Ansteuerung von bis zu 16 Relais zu entwerfen. Dazu schrieb ich eine allgemeine Firmware die von außen über ein Ethernet-Netzwerk und einem eigenen Protokoll gesteuert werden konnte. Neben den schalten der Relais, dem auswerten eines AD-Wandlers und einer USB oder PS/2 Tastatur wurden auch die Texte und Eingabemasken dynamisch von einer PC-Software erzeugt und an den Mikrocontroller übermittelt.

So konnte ein einziger PC nun mehrere Nadelbett-Adapter steuern und die Messwerte in eine Datenbank schreiben, was die Auswertung der Daten erheblich vereinfachte. Die ersten Programme wurden noch mit der Software LabVIEW, später entdeckte ich dann das Qt-Framework für mich.

Die geforderten Prüfungen wurden immer anspruchsvoller und auch die LabVIEW Programme meines Kollegen brauchten immer mehr Ressourcen. Zu diesem Zeitpunkt machten die ersten Einplatinen-Computer wie die Raspberry Pi auf sich aufmerksam. Aber erst die zweite Revision der Raspberry Pi und der Tatsache das es nun 5″ TFT-Displays für die GPIO-Leiste des Raspberry Pi gab, machten es möglich einen sehr kompakten Nachfolger zu bauen. Es brauchte dann noch ein Linux und das Qt-Framework und der Nadelbett-Adapter war nun vollständig autark.

Mein Smarthome

Im privaten Umfeld fing ich zu der Zeit an meine Wohnung mit smarten Thermostaten und Lichtschaltern auszurüsten, um mich so mit dem Thema Smarthome auseinander zu setzen. Ich hatte mehrere zentrale Steuerungssysteme getestet und bin letztendlich bei ioBroker hängen geblieben.

Anfangs hatte ich nur eine Raspberry Pi auf der ioBroker und vCCU gemeinsam arbeiteten. Dies ging auch recht lange gut, wurde aber dann um einen weiteren ioBroker-Host auf einem NUC-System als LXC-Container in einer Proxmox-Installation erweitert.

Die vCCU musste einer piVCCU weichen und bekam noch eine weitere Raspberry Pi mit piVCCU im Keller dazu. Natürlich kamen auch eine Sprachassistentin, ein Display zur Steuerung und Anzeige sowie weitere Sensoren und Aktoren dazu.

Abteilungswechsel & Die Pandemie

Im Jahr 2019 wechselte ich von der Entwicklungsabteilung in die IT-Abteilung und administriere dort mit ein paar Kollegen das Netzwerk und die Windows-Server Landschaft. Aber es ergeben sich auch immer wieder kleinere Projekte, wo meine Programmiertalente benötigt werden, welche ich dann immer wieder gerne mit dem Qt-Framework und C++ umsetze.

Im Jahr 2020 zu Beginn der Corona-Pandemie habe ich Twitch und YouTube für mich entdeckt als ich mich mit dem Thema 3D-Drucken auseinandergesetzt habe. Beim Stöbern auf Twitch bin ich bei einem kleinen Streamer hängen geblieben der selbst viel mit Elektronik macht und unglaubliche Dinge bastelt. Durch ihn bin ich auf den ESP8266 und ESP32 aufmerksam geworden, von denen ich zwar vorher schon gehört hatte aber damit noch nichts programmiert hatte. Mittlerweile nutze ich diesen selbst im Smarthome-Bereich immer wieder gerne.

Auf dem Twitch-Kanal gehöre ich mittlerweile zu den Moderatoren und schaue immer noch sehr gerne zu. Die Bastel-Gemeinde auf Twitch und diverse YouTuber aus dem Bereich IT tragen mit dazu bei, dass ich nun diesen Blog zurück ins Leben rufe.

Aufbau und Leitung des IT-Teams

2023 habe ich die Leitung unseres IT-Teams übernommen. Seitdem plane und begleite ich gemeinsam mit meinen Kolleg:innen die unterschiedlichsten Projekte. Zuerst hieß es allerdings: Team verstärken! Denn unser Unternehmen wächst stetig – und parallel dazu steigen auch die gesetzlichen Anforderungen.

Aktuell (2025) arbeite ich zusammen mit einem externen Informationssicherheitsbeauftragten an der Umsetzung der NIS-2-Regulierung. Ein Thema, das zwar komplex ist, aber auch jede Menge Abwechslung bietet. Nebenbei kümmere ich mich um die Weiterentwicklung unserer Serverlandschaft. Wer mit Microsoft zu tun hat, weiß: Allein die Lizenzpolitik könnte schon ein eigenes Studium füllen.

Weil ich in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit Proxmox-Clustern und Hyper Converged Infrastructure gemacht habe, plane ich gerade den Aufbau einer HCI auf Basis von Azure Local. Natürlich nicht im Alleingang – dafür holen wir uns erfahrene Dienstleister ins Boot. Aber die richtigen Partner zu finden, gehört ebenfalls zu meinen Aufgaben.

Künstliche Intelligenz & Start des YouTube-Kanals

2025 habe ich auch meinen YouTube-Kanal gestartet. Los ging es mit einer kleinen Serie über Yocto und Embedded Linux. Da mein letzter Kontakt mit dem Thema schon etwas zurücklag, musste ich mein Wissen erst einmal auffrischen. Dabei war ChatGPT ein großartiger Lernpartner – es hat nicht nur geholfen, sondern das Ganze auch richtig spannend gemacht.

Durch diese positiven Erfahrungen bin ich tiefer ins Thema Künstliche Intelligenz eingestiegen – und zwar sehr schnell, sehr tief. Das Lernen mit ChatGPT kann unglaublich inspirierend sein, manchmal aber auch ziemlich anstrengend. Natürlich habe ich auch ausprobiert, mit KI zu programmieren. Da gibt es zwar noch einiges an Verbesserungspotenzial, aber die Geschwindigkeit, mit der sich die Entwicklung voranbewegt, ist beeindruckend.

Im Sommer 2025 habe ich schließlich angefangen, mich intensiver mit lokaler KI zu beschäftigen – von der Bild- und Videoerstellung bis hin zur Objekterkennung. Ein weiteres spannendes Feld, das definitiv noch viele Überraschungen bereithält.